Weniger Wohnungen auf früherem Tanklager in Berlin-Lankwitz geplant

Auf dem früheren Tanklager in Berlin-Lankwitz sollen weniger Wohnungen entstehen als gehofft. Das Gelände an der Kaiser-Wilhelm-Straße ist 122.000 Quadratmeter groß. Die zuständigen Stellen der Berliner Landesregierung haben sich nun auf eine Aufteilung geeinigt. 60 Prozent der Fläche sollen für Wohnungen genutzt werden. 40 Prozent bleiben für Gewerbe, also für Firmen und Betriebe. Damit endet vorerst ein Streit zwischen mehr Wohnraum und dem Schutz von Wirtschaftsflächen. Nach der neuen Linie sind eher etwa 500 Wohnungen möglich, nicht 1000.

Vor zwei Jahren gab es noch viel größere Pläne. Der private Eigentümer stellte damals bis zu 1500 Wohnungen auf dem alten Industriegebiet vor. Später rechnete man noch mit rund 1000 Wohnungen. Nun fällt die Zahl kleiner aus, weil der Flächennutzungsplan das Gelände bisher als Gewerbe- und Industriefläche zeigt. Dieser Plan beschreibt, wofür Flächen in der Stadt gedacht sind. Ein wichtiger Teil dieser Nutzung soll bleiben. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf gibt es deshalb Kritik. Das Gelände liegt an mehreren Seiten neben Wohngebieten. Aus Bezirkssicht passt dort ein neues Wohnquartier gut. Außerdem fehlen in Berlin viele Wohnungen.

Der Kompromiss ermöglicht jetzt den nächsten Planungsschritt. Der Bezirk kann ein Bebauungsplanverfahren starten. Dabei legt man genauer fest, was dort gebaut werden darf. Nach dem Berliner Modell für neue Baugebiete muss bei 30 Prozent der Wohnungen die Miete begrenzt sein. Außerdem dürfen dort nur bestimmte Haushalte einziehen. Für diese Wohnungen soll die landeseigene Wohnungsfirma Degewo Partner sein. Wie viele Wohnungen wirklich entstehen, entscheidet sich erst später. Auch die genaue gewerbliche Nutzung steht noch nicht fest. Der Bezirk kennt bisher keine privaten Firmen mit großen Plänen für das Gelände. Es gab aber Gespräche mit Berliner Wasserbetrieben und Stromnetz Berlin.

Bis zum Bau wird noch viel Zeit vergehen. Der Bezirk muss zuerst den Bebauungsplan erstellen. Gleichzeitig muss Berlin den Flächennutzungsplan ändern. Einen Beschluss erwartet man frühestens in vier bis fünf Jahren. Erste Bauanträge könnten deshalb Anfang der 2030er Jahre kommen. Danach dauern Genehmigungen, Vorbereitung und Bau weitere Jahre. Nach aktuellem Zeitplan könnten die ersten Menschen etwa 2035 dort einziehen.


Vereinfachter Artikel zu Lernzwecken.

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